Filmkritik: Das Parfum
Oktober 1, 2006
Hej Freunde des gepflegten Trötens,
gestern hat es mich ins Kino verschlagen, tatsächlich in das Parfum. Ich habe mich tatsächlich in Begleitung meiner Eltern getraut. Naja eigentlich meiner Mam, der alte Herr hat sich dann noch dazugeschlichen.
Ich muss zuförderst mal wieder meine literarische Unbildung zugeben und anmerken, dass ich das Buch vorher nicht gelesen hatte und vollkommen unvorbereitet in den Film gegangen bin.
Ich bin ja großer Fan von Alan Rickman, aber selbst das hat diese 2,5 Stunden totalen Schreckens nicht retten können. Das ganze wird in den ersten 45 von einem guten Deutschen Erzähler begleitet (Ja, diese Bewertung bezieht sich auf die deutsche Sprachfassung) und wenig sonstigem Gerede. Da wird der Hauptdarsteller auf dem Fischmarkt geboren, schöner Schwenk wie der da rausgedrückt wird und neben Fischabfällen und Kadaver liegt. Alles ziemlich eklig, aber noch in Ordnung.
Dann gehts ins Waisenhaus, weil Mutter gleich hingerichtet wird, wo er überhaupt nicht sprechen lernt, nur seine Supernase entdeckt. Mit der kann er, es zeigt sich später, auf 20 Km eine Frau riechen, geworfenen Äpfeln ausweichen, weil er die Beschleunigung des Wurfes erschnuppert und einer Frau durch die Kloake von Paris folgen, weil er alles erschnuppert. Ausserdem kann er Millionen Gerüche auseinanderhalten und sogar geschlossene Essenzflaschen aus 1000den erriechen und jedes Parfum zusammenmischen ohne zu wissen was das fürn Zeug ist und wie es sich zusammenmischt. Und vor allem ohne jemals vorher eins gemacht zu haben.
Naja, und das der dann auf Killing Spree geht um Frauen zu Parfum zu verarbeiten ist auch noch was, mit dem ich mich anfreunden kann. Aber dann das, laut meinen Sitznachbarn alternative Ende. Da entdeckt er die Pheromone und bemerkt, dass er damit Leute beeinflußen kann. Und der ganze Marktplatz der seiner Hinrichtung beiwohnt fängt an zu vögeln und er entkommt sogar dem wütenden Vater eines der Opfer… Ne, da fing der Schmalz an, aus meinen Ohren zu laufen. Ich musste danach duschen…
Der Film kriegt ne klare 0 auf der 0-1 Skala, und das nur, weil es nichts niedrigeres gibt. Ich werd trotzdem das Buch nochmal lesen, vielleicht ist das ja nicht so scheiße… Tom Tykwer, du stellst dich mit diesem Film auf eine Stufe mit Uwe Boll und das will echt was heißen.
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1.
tardis19 | Oktober 1, 2006 at 7:00
Klingt ja wirklich wahnsinnig spannend. Ich wusste doch irgendwie, warum ich mir den Film, trotz Alan Rickman, nicht anschauen wollte….
Da haben Kinovorschauen schon so was für sich…
2.
Die Maus | Oktober 2, 2006 at 10:57
Nein, nein tardis in diesem Falle würde ich nichts auf die Meinung des Elefanten geben…
Ich fand den Film sehr schön, und ich habe das Buch gelesen ; )
ich nehme an, es war der falsche Film für den Elefanten.
3.
tardis19 | Oktober 2, 2006 at 11:27
Das kann natürlich auch sehr gut sein!!!
Aber die Vorschau fand ich trotzdem nicht so klasse. Vielleicht will ich ja den Film sehen, wenn ich das Buch irgendwann mal gelesen habe. Für Kino werd ich da aber wohl kein Geld ausgeben.
4. Keros Blog | Oktober 8, 2006 at 1:06
[...] Gestern abend fiel mir mein, dass ich noch keine Meinung zu “Das Parfuem” abegeben habe. Zum Glueck hat das bereits der Elefant hier getan. Ich haette weniger geschrieben,aber er trifft es recht gut, besonders der Vergleich von Tom Tykwer und Uwe Boll. Also eine klare 0 auf der 0-1 Skala. Zeit sparen und lieber die 150 Minuten ein gutes Buch lesen. Aber mal ehrlich, mainstream Kinorotze ist doch in 88% der Faelle ueberfluessig. [...]